Jakobsweg
Mit dem Rad entspannt unterwegs auf dem Camino
Bei den Radtouren ist das Begleitfahrzeug immer in Ihrer Nähe, so dass Sie jederzeit durch Anruf das Fahrzeug anfordern können. Selbstverständlich werden nicht nur Sie, sondern auch Ihr Fahrrad mitgenommen. Sie können also die täglich angegebenen Strecken verkürzen, wenn Sie in das Begleitfahrzeug "umsteigen". Bei dieser Radreise kann jeder mitmachen, der eine mittlere bis gute Ausdauer hat, selbstverständlich können Sie auch für diese Reise ein E-Bike bei uns mieten. Tempo und Pausen bestimmen Sie selbst, denn viel wichtiger als sportlicher Ehrgeiz sind das Erleben und Genießen von Natur und Landschaft. Sie radeln stets nur mit Tagesgepäck, für den Gepäcktransport zu den Unterkünften ist gesorgt.
1. Tag - Samstag 23.06.12
Hinflug Göppingen - Stuttgart - Bilbao - Pamplona
- Flug ab Stuttgart über Palma de Mallorca nach Bilbao. Ihr Gepäck und Rad wird bereits am Mittwoch den 21.06.12 abgeholt und mit dem Bus nach Bilbao gebracht – Sie können so ganz bequem, nur mit Handgepäck, fliegen. In Bilbao erwartet Sie bereits unser 16 Sitzer-Spitzmüller-Reisebus und bringt Sie ins Hotel nach Pamplona.
2. Tag - Sonntag 24.06.12
Radfahren Pamplona – Logroño (ca. 95 km)
- Am Morgen sagen Sie Pamplona adiós.
- Am Pass „Alto del Perdón“ wechselt das Klima vom Pyrenäenvorland zum milden Klima des von Weinanbau und Landwirtschaft geprägten Teil Navarras. Die herrliche Aussicht und eine rasante Abfahrt belohnen Sie für die Mühen des Anstiegs! In Puente la Reina vereinen sich die beiden Routen des Jakobsweges, dem Sie dann über Estella zum Weingut und Kloster Irache in Ayegui folgen. An seinem beliebten Weinbrunnen sind Pilger eingeladen, sich mit Wasser zu erfrischen und mit einem Schluck Wein zu beleben – einfach herrlich.
- „La Rioja“ hat Spaniens Ruf als exzellentes Weinland in die Welt getragen und so wird Sie heute eine sanft hügelige Landschaft mit Getreidefeldern, Wäldern und vielen malerischen Weinbergen begleiten. Über Los Arcos mit der Kirche Santa María erreichen Sie Torres del Rio mit der kleinen Kirche Santo Sepulcro, die dem Templerorden zugeschrieben wird. In Viana zeugen beeindruckende Barock- und Renaissance-Paläste von der Blütezeit im 16. – 18. Jahrhundert.
- Das Tagesziel Logrono, die lebhafte Hauptstadt der autonomen Region „La Rioja“ am Ufer des Flusses Ebro mit der Kathedrale Santa María de la Redonda, ist einen Besuch wert!
3. Tag - Montag 25.06.12
Radfahren Logroño – Burgos (ca. 115 km)
- Ihre Weiterreise führt Sie über Nájera nach Santo Domingo de la Calzada. Sehenswert in Santo Domingo de la Calzada ist die Kathedrale mit separatem, 70 m hohem Glockenturm.
- Über Belorado und Villafranca erreichen Sie schließlich Ihr heutiges Ziel, die Stadt Burgos.
4. Tag - Dienstag 26.06.12
Radfahren Burgos – Carrion de los Condes (ca. 82 km)
- Heute fahren Sie über Castrojeriz mit der Stiftskirche Santa Maria del Manzano und Fromista nach Carrion de los Condes.Der Bus leider nicht zur Verfügung da die gesetzlichen Bestimmungen vorschreiben dass der Fahrer heute eine Pause einlegen muss.
- Im Hochmittelalter war Carrión de los Condes eine sehr wohlhabende Stadt, in der Reichstage und Synoden abgehalten wurden. Der Pilgerführer Liber Sancti Jacobi rühmt es als reich an Brot und Wein. Das Portal der romanischen Jakobskirche zeigt 22 Handwerker, die durch die zahlreichen Pilger reichlich Arbeit fanden. Die andere romanische Kirche des Ortes, Santa María del Camino, zeigt das "Stierwunder", bei dem 100 junge Mädchen, die als Tribut an die Mauren ausgeliefert werden sollten, von zwei Stieren gerettet wurden. (Hintergrund sind die maurischen Tributforderungen an Andersgläubige, auf denen der maurische Haushalt zu großen Teilen basierte. In der Propagandamaschinerie der Reconquista wurde dann geschickt die Doppelbedeutung des Wortes Doncella = Jungfrau = Name eines Goldstücks genutzt.)
5. Tag - Mittwoch 27.06.12
Radfahren Carrion de los Condes – Leon (92km)
- Anspruchsvolle, technische Bergetappe die Sie gerne auch mit dem Bus überbrücken können.
- Ihre heutige Etappe führt Sie über Sahagun - Burgo Raneros und Mansilla de la Mulas nach León.
6. Tag - Donnerstag 28.06.12
Rad/Busfahren Leon–Astorga–Cacabelos (50 Rad/68 Bus-Km)
- Sie verlassen León und fahren mit dem Rad nach Astorga.
- Das teilweise noch von spätrömischen Mauern umgebene Astorga, das römische Asturica Augusta ist eine altertümliche Bischofsstadt in schöner Lage auf einem Vorsprung der Manzanalkette. Schon von Plinius als ‚urbs magnifica‘ (prächtige Stadt) bezeichnet, die besonders im 9. Jh. Macht und Glanz besaß, war die Stadt bedeutende Pilgerstation des Jakobsweges. Die Mauern sind am besten im Westen der Stadt von der Durchgangsstraße zu sehen. Von hier aus geht es mit dem Bus durch die schöne aber bergige Landschaft über Ponferrada mit der Templerburg nach Cacabelos.
7. Tag - Freitag 29.06.12
Ruhetag Cacabelos – Sarria (ca. 76 km)
- Zunächst Fahrt nach Villafranca del Bierzo mit der Jakobskirche. Danach geht es bergauf nach O Cebreiro. Rundgang durch das keltische Dorf mit der romanischen Kirche Santa Maria. Über Triacastela und Samos erreichen Sie dann Ihr heutiges Ziel Sarria, mit seiner interessanten Altstadt.
8. Tag - Samstag 30.06.12
Radfahren Sarria – Arzua (ca. 72 km)
- Möglichkeit zu einem Rundgang, bevor Sie über Portomarin mit der Wehrkirche San Nicolas, über Palas de Rei Ihr heutiges Ziel Arzua erreichen.
9. Tag - Sonntag 01.07.12
Radfahren Arzua – Santiago de Compostela (ca. 40 km)
- Heute geht es nach Santiago de Compostela. Haltepause am Berg der Freude, ca. 5 km vor Santiago. Von hier aus sehen Sie die Türme der Kathedrale.
10. Tag - Montag 02.07.12
Ruhetag Santiago de Compostela
- Es ist vollbracht – Sie haben den Camino mit dem Rad bewältigt!
- Vormittags Stadtbesichtigung mit Führer in Santiago de Compostela.
- Wer nicht an Wunder glaube, sei kein Realist, hat ein schlauer Kopf einmal behauptet. Das Jakobswunder um den mysteriösen Grabfund des Eremiten Pelayo im 9. Jh. gilt vielen Katholiken als unumstößlich. Zweiflern bleibt die Faszination von einem der weltweit bekanntesten Wallfahrtsziele. Besucher bleiben in Santiago de Compostela nicht unter sich. Hier erwartet Sie keine in Granit erstarrte Glaubensstätte, das historische Viertel ist kein künstliches Labyrinth an Vorzeigegassen, die Souvenirshops bieten über Kitsch und Nippes hinaus auch kunsthandwerklich Wertvolles. Die Altstadt Santiagos gehört zum Weltkulturerbe.
- Am Abend sollten Sie einen Spaziergang durch die engen Gässchen der Altstadt unternehmen, bei dem Sie sicherlich von der einzigartigen Mischung von Pilgern aus aller Welt und musizierenden Studenten begeistert sein werden.
11. Tag - Dienstag 03.07.12
Rückflug Santiago de Compostela - München - Göppingen
- Frühstück im Hotel.
- Anschließend steht Ihnen der Vormittag noch zu freien Gestaltung zur Verfügung.
- Danach Transfer zum Flughafen Santiago de Compostela zum Flug nach Stuttgart über Madrid.
- In München werden Sie wieder von unseren Kleinbussen abgeholt.
- Ihr Gepäck samt Fahrrad wird am Donnerstag den 05.07.12 bei Ihnen zu Hause abgeliefert.
Preis pro Person im DZ nur 2180.- €
Einzelzimmerzuschlag nur 290.- €
Anmeldeschluss für diese Reise ist der 23.03.2012
Im Preis enthalten:
Linienflug mit Iberia München-Bilbao und Santiago de Compostela - München via Madrid inkl. der aktuellen Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren, sowie 10 x Übernachtung/Halbpension.
Jakobsweg - Beschreibung
Als Jakobsweg (span. Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts. Ein Pilgerführer des 12. Jahrhunderts, der im Jakobsbuch, der Hauptquelle zur Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nennt für den französischen Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO Welterbe aufgenommen.
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